von quälenden Schmerzen
Die Schmerztherapie eröffnet dem Anästhesisten ein weiteres Betätigungsfeld
mit einer großen Zukunft - sei es im Krankenhaus oder
in der Praxis.Gewöhnlich beginnt die Schmerztherapie im Anschluss an eine
OP bereits im Aufwachraum. Mit der Zusatz-Weiterbildung Spezielle Schmerztherapie arbeitet der Anästhesist differenziert.
Schnelle Erfolge wechseln sich ab mit langwierigen Prozessen,
in denen Patienten dauerhaft begleitet werden müssen.
Wenn der Schmerz seine Warn- oder Leitfunktion verloren und
einen selbstständigen Krankheitswert erlangt hat, braucht der
Patient besondere Fürsorge. Eine echte Herausforderung für den
Schmerztherapeuten.
Durch täglichen Umgang mit schmerzlindernden und -verhindernden
Mitteln ist die Behandlung von Tumorpatienten und
deren Schmerzen ärztliche Routine. Haben sich Schmerzen aber
verselbständigt, sind sie psychosomatisch geworden, dann ist die
volle Dosis ärztlicher Human-Kompetenz gefragt. Auf der Basis
vieler Gespräche erarbeitet der Schmerztherapeut gemeinsam
mit dem Patienten Therapiemaßnahmen, kann Neues ausprobieren,
Trainings- und Entspannungsverfahren mit medikamentösen
Behandlungsverfahren kombinieren oder gar abwechseln. Viel Zeit zu haben wird auf einmal zu einem ungekannten Luxus.Invasive Techniken, der Einsatz hochmoderner Schmerzpumpen,
Reizstrombehandlungen, transkutane elektrische Nervenstimulationen
(TENS), Katheter, Perfusoren, Hypnose, Akupunktur
oder Biofeedback - viele Wege führen zum gemeinsam definierten
Ziel.
Wem der perioperative Patientenkontakt als Narkosearzt nicht
ausreicht, die Dramatik der Intensivmedizin auf Dauer aber zu
nahe geht, der findet das geeignete Maß an Beziehung zum
Patienten in der Schmerztherapie.
Mit der Voraussetzung Facharztanerkennung kann in einer 12-monatigen
Weiterbildung und nach dem Absolvieren eines 80-Stunden-
Weiterbildungskurses die Zusatzbezeichnung Schmerztherapeut
geführt werden. Im Mittelpunkt des Schaffens stehen multimodale
Therapien in interdisziplinärer Zusammenarbeit: konservative,
operative und interventionelle Verfahren. Die Option der
Niederlassung steht darüber hinaus jedem Schmerztherapeuten
offen. Wie lange der Prozess zur Erlangung eines zufriedenstellenden
Stadiums auch immer andauern mag, Dankbarkeit und Wärme des
Patienten werden zurückfließen und für die Arbeit entschädigen.
Selbst dann, wenn man Aufgaben in der Palliativ-Medizin übernimmt -
der menschlich wohl größten Herausforderung an einen Arzt.
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