Kassel. Im Rahmen des DGAI-Jahreskongresses 2026 hat die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) die besten Beiträge des wissenschaftlichen Vortragswettbewerbs „Research-for-Safety“ ausgezeichnet. Prämiert wurden jeweils zwei Arbeiten aus der klinischen und der grundlagenorientierten Forschung. Die von AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG, Wiesbaden, gestifteten Preise sind mit 1.000 Euro für den ersten und 500 Euro für den zweiten Platz dotiert.
Die Preisträgerinnen und Preisträger:
Im Bereich Klinische Forschung erreichte Dr. rer. biol. hum. Ute Chiriac von der Krankenhausapotheke des Universitätsklinikums Heidelberg den ersten Platz. Ausgezeichnet wurde ihr Beitrag „Therapeutisches Drug Monitoring von Piperacillin/Tazobactam: Sterben die Patientinnen und Patienten mit oder an unzureichenden Spiegeln?“
Den zweiten Platz in der Klinischen Forschung belegte Sebastian Knöller von der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Heidelberg mit seinem Beitrag „Apnoische Oxygenierung während elektiver endotrachealer Intubation in der Kinderanästhesie: Eine cluster-randomisierte kontrollierte Studie“.
In Bereich der grundlagenorientierten Forschung ging der erste Platz an Dr. Katharina Emily Marie Hellenthal von der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Münster. Sie überzeugte mit ihrem Beitrag „Heparansulfat im Alveolarraum fördert die Superinfektion mit Pseudomonas aeruginosa“.
Den zweiten Platz erreichte Dr. Andrea Witowski von der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie der Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum mit ihrem Beitrag „Immunologische Signaturen durch Organtransplantation: Eine multiparametrische Analyse der Sepsisimmunantwort“.
WAKWiN-Reisestipendien für den wissenschaftlichen Nachwuchs
Darüber hinaus vergab der wissenschaftliche Arbeitskreis „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ (WAKWiN) der DGAI fünf Reisestipendien an Studierende, die beim Jahreskongress eigene wissenschaftliche Arbeiten präsentieren. Die mit jeweils 200 Euro dotierten WAKWiN-Reisestipendien werden von der ratiopharm GmbH, Ulm, gesponsert.
Ausgezeichnet wurden:
• Kilian Kronsbein, Medizinische Fakultät der RWTH Aachen University, Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care für seine Arbeit unter dem Titel: „Geschlechterspezifische Unterschiede in der Sepsis-assoziierten kardialen Dysfunktion und differenzielle Effekte von RNase 1 im murinen Sepsismodell“
• Qing Wan, Medizinische Fakultät der RWTH Aachen University, Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care für seine Arbeit unter dem Titel: „Sex-specific associations between gut microbiota composition and organ dysfunction in a murine cecal-slurry sepsis model“
• Johann Kalmus, Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum, Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie für die Arbeit: „Geschlechtsspezifische prognostische Relevanz der Proprotein-Konvertase Subtilisin/Kexin Typ 9 (PCSK9)-Expression in der Sepsis“
• Senem Yavuz, Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinik für Anaesthesiologie für die Arbeit: „LL-37-ATP5F1A-Interaktion als Mechanismus der postoperativen immunmetabolischen Dysfunktion zytotoxischer T-Zellen“
• Birte Dyck, Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie für die Arbeit: „Systembiologische Muster sepsisrelevanter Signalnetzwerke im THP-1 Zellkulturmodell“
