Nürnberg/Hannover. Wie lassen sich Daten aus dem Deutschen Reanimationsregister konkret für die Verbesserung der Versorgung nutzen? Welche Rolle spielen strukturierte Abläufe, Leitlinien und Training im Alltag? Und welche neuen Entwicklungen gibt es etwa bei der Post-Reanimationsversorgung oder auf gesundheitspolitischer Ebene?
Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Jahrestreffen des Deutschen Reanimationsregisters am Mittwoch, 29. April 2026, in der Ärztekammer Niedersachsen in Hannover.

Eingeladen sind alle am Deutschen Reanimationsregister teilnehmenden Standorte aus Rettungsdienst, innerklinischer Versorgung und Cardiac Arrest Centern.
Im Mittelpunkt steht dabei der Austausch über aktuelle Entwicklungen und konkrete Ansätze zur Weiterentwicklung der Versorgung. Das Programm reicht von der volkswirtschaftlichen Bewertung außerklinischer Reanimationen über neue Erkenntnisse zur Post-Reanimationsversorgung (Projekt CAROL) bis hin zu Perspektiven rund um das geplante Medizinregistergesetz. 

Am Nachmittag bieten vier parallele Symposien die Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung mit zentralen Themenbereichen: Im Fokus stehen dabei die Nutzung und Darstellung von Einsatzdaten im Rettungsdienst, die Umsetzung von Leitlinien und aktuelle Impulse aus Bad Boll für die innerklinische Versorgung, Erfahrungen und Herausforderungen in Cardiac Arrest Centern sowie der Datenfluss entlang der Versorgungskette. 

Ergänzend besteht die Möglichkeit die eigenen Jahresstatistiken im Peer-to-Peer-Coaching zu diskutieren und voneinander zu lernen. Das Treffen wird zudem von einer Industrieausstellung begleitet und bietet einen direkten Austausch zwischen den Standorten an. 

Das Deutsche Reanimationsregister zählt zu den zentralen Instrumenten zur Analyse und Weiterentwicklung der Notfallversorgung bei Herz-Kreislauf-Stillstand. Seit dem Start unter der Trägerschaft der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) im Jahr 2007 wurden inzwischen mehr als 639.000 Datensätze erfasst. Aktuell beteiligen sich 280 Rettungsdienste, 236 Kliniken und 155 Cardiac Arrest Center aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz am Register.