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Neueste Mitteilungen

Euroanaesthesia is going Virtual!

Dear Colleagues,
Dear All,

We hope this email finds you and your loved ones in good health.

We would like to inform you that, due to unavoidable complications arising from the COVID-19 pandemic, the ESA Board of Directors has recently made the decision to hold Euroanaesthesia as a virtual meeting

What does this mean?

Instead of us meeting at a physical location this year for our annual congress, which had been previously planned for Barcelona, we will now hold the congress completely virtually and online. No travel, fewer obstacles, and more opportunities. 

The dates will remain the same, 28-30 November 2020, but now we are presented with even more possibilities to enhance our scientific annual congress. 

Information will be coming in the next weeks as we continue to work on making this as smooth a transition as possible for our entire community. We thank you for your patience and understanding as we first work internally on the complexities of moving from a physical congress to an online event. We will be able to provide more information and answers to all questions within the next few weeks and will update you as soon as these important details can be announced. 

Until then, we invite you to visit our websites regularly for the most up-to-date information on the congress and other ESA activities:

Euroanaesthesia website: https://euroanaesthesia2020.org/

ESA website: www.esahq.org

We thank you for your continued commitment to the society and to the profession as we navigate our way through these very new and uncertain times brought on by the crisis. The ESA could not do all that we do without your contributions and we thank you for your dedication.  

Prof. Kai Zacharowski, President
Prof. Stefan De Hert, Past President


Führende Fachgesellschaften für Intensivmedizin in Deutschland haben eine gemeinsame Erklärung zur Behandlung von Covid-19-Patienten verfasst

05.05.2020

Nürnberg. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA), die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), die Deutsche Gesellschaft für internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) und die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vertreten gemeinsam den überwiegenden Teil der deutschen Intensivmedizin und stellen fest:
 

  1. Nicht-invasive Beatmung und invasive Beatmung sind keine Entweder-Oder-Konzepte der intensivmedizinischen Behandlung, sondern ergänzen einander. Sie werden - abgestimmt auf den jeweiligen, individuellen Patienten und dessen Situation - angewendet. Dieses Stufenkonzept ist Teil der leitliniengerechten, intensivmedizinischen Behandlungsstrategie.
     
  2. Die Versuche einzelner Ärzte, in den Medien Angst vor einer Beatmung zu schüren, führen zu einer unnötigen Verunsicherung der Patienten. Die Behauptungen können durch die bislang vorliegenden, wissenschaftlichen Daten nicht belegt werden. Der implizite und explizite Vorwurf, dass in Deutschland Covid-19-Patienten zu früh und/oder zu häufig intubiert und dadurch vermehrt versterben würden, ist schlichtweg falsch.
     
  3. Vielmehr zeigen die aus dem Intensivregister der DIVI sowie aus einer Umfrage der DGAI ableitbaren Daten, dass rund 70 Prozent der Intensivpatienten mit Covid-19 die Behandlung auf einer Intensivstation in Deutschland überleben.Warum andere Länder deutlich geringere Überlebensraten melden, kann aus der bestehenden Datenlage zur Hochzeit der Pandemie nicht abschließend beantwortet werden. Mögliche Gründe für die besseren Ergebnisse in Deutschland sind - neben einer leitliniengerechten intensivmedizinischen Behandlung - ein gut vorbereitetes und hochwertiges Gesundheitssystem sowie ein guter Zugang der gesamten Bevölkerung zu Gesundheitsleistungen im Rahmen der Pandemien, bei beherrschbaren Fallzahlen. Gleichzeitig sind in anderen Ländern wie Italien und den USA eine Vielzahl von Patienten in kurzer Zeit auf ein - in Summe - deutlich schlechter aufgestelltes Gesundheitssystem getroffen.Hinzu kommt, dass die in der bislang größten US-amerikanischen Studie publizierten und häufig zitierten Zahlen zur Sterblichkeit von intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten fehlerhaft waren und von der Fachzeitschrift mittlerweile korrigiert wurden.

    Kontaktdaten:
    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) /
    Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V. (BDA)
    Roritzerstraße 27, 90419 Nürnberg
    Telefon: 0171 / 837 873 8
    E-Mail:
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    Internet:
    www.dgai.de
    www.bda.de

Anästhesisten kritisieren WDR-Berichterstattung zu Beatmung - „Völlig unnötige und unqualifizierte Emotionalisierung eines wichtigen intensivmedizinischen Themas“ - Einzelmeinung als Fachempfehlung dargestellt

30.04.2020

Nürnberg. Der „Berufsverband Deutscher Anästhesisten“ (BDA) und die „Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (DGAI) üben scharfe Kritik an der Berichterstattung des „Westdeutschen Rundfunks“ (WDR) über die Beatmung von Covid-19 Patienten. In einem Brief an WDR-Intendant Buhrow schreibt die DGAI, es handele sich um eine „völlig unnötige und unqualifizierte Emotionalisierung eines wichtigen intensivmedizinischen Themas, die zu einer völlig unnötigen Verunsicherung der Bevölkerung und damit der Patienten“ führe.

In mehreren Beiträgen - unter anderem für das „ARD-Morgenmagazin“ und Fernsehmagazin „Monitor“ - gibt der WDR die Meinung vereinzelter Mediziner mit begrenzter intensivmedizinischer Expertise wieder, wonach die Intubation und Beatmung von Covid-19 Patienten in vielen Fällen nicht gerechtfertigt sei und die Behandlung sogar zu einer höheren Zahl von Todesfällen führe. Grundlage für die Berichterstattung sind offenbar Zahlen aus dem „Journal of the American Medical Association“ (JAMA). Allerdings wurden diese Zahlen inzwischen von der Redaktion des JAMA offiziell zurückgezogen: Ein Umstand, der den WDR-Autoren offenbar nicht bewusst sei, so die DGAI.

Außerdem versuchten die Journalisten, einen Konflikt zwischen Lungenfachärzten und Anästhesisten in Deutschland künstlich herauszuarbeiten, den es jedoch so nicht gebe: „Nicht-invasive Beatmung und invasive Beatmung sind keine Entweder-Oder-Konzepte der intensivmedizinische Behandlung, sondern werden - individuell abgestimmt auf den jeweiligen Patienten - angewendet“, sagt BDA/DGAI-Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Alexander Schleppers. „Hier gilt die Anwendung eines Stufenkonzeptes als leitliniengerechte intensivmedizinische Behandlungsstrategie, von der Sauerstoffgabe über die nicht-invasive bis hin zur invasiven Beatmung.“ Diese würden von intensivmedizinisch erfahrenen Ärzten jeder Fachdisziplin gleichermaßen angewendet.

BDA und DGAI protestieren, dass die Recherche zu dem Beitrag für die Sendung „Monitor“ „nicht ausgewogen“ und „nicht professionell“ gewesen sei. Es entspreche nicht den üblichen journalistischen Grundsätzen, eine nicht abgestimmte Einzelmeinung als gültige Mehrheitsmeinung und schon gar nicht als eine fundierte medizinische Empfehlung darzustellen.

In dem Brief an den WDR-Intendanten schreiben die Anästhesisten weiter: „Die Versuche einzelner Ärzte, in den Medien Angst vor einer Beatmung zu schüren, führen zu einer unnötigen Verunsicherung der Patienten und können durch die bislang vorliegenden wissenschaftlichen Daten an keiner Stelle verifiziert werden.“ Aus Daten der „Deutsche Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin“ und aus einer Umfrage der DGAI gehe hervor, dass rund 70 Prozent der Intensivpatienten mit Covid-19 die Behandlung auf einer Intensivstation überlebten.

Kontaktdaten:
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) /
Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA)
Roritzerstraße 27
90419 Nürnberg
Telefon: 0171 / 837 873 8

E-Mail:
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Internet:
www.dgai.de
www.bda.de
 

„Herausforderungen gestalten!“ - BDA/DGAI-Hauptgeschäftsführer zieht Zwischenbilanz zu Covid-19-Krise - Kontakte zu Medien und Politikern gehalten

30.04.2020

Nürnberg. Schutzmaßnahmen erhöhen, OP-Programme umplanen, fachfremde Kollegen fortbilden und auf der Intensivstation Covid-19-Patienten versorgen: Für viele deutsche Anästhesisten waren die vergangenen Wochen die anstrengendsten aller Zeiten: „Noch nie sind die Kollegen und die Systeme so strapaziert worden“, bestätigt Professor Dr. Alexander Schleppers, Hauptgeschäftsführer des „Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten“ (BDA) und der „Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (DGAI).

Zahlreiche Aufgaben innerhalb weniger Tage bewältigt

Aus zahlreichen Gesprächen, Telefonaten und Videokonferenzen weiß Schleppers, dass viele Anästhesie-Abteilungen im März und April bis an den Rand des Machbaren gefordert wurden: Für Covid-19-Patienten zusätzliche Räume einrichten, Intensivplätze aufbauen, Beatmungsgeräte organisieren, Schutzausrüstung bereitlegen und Dienstpläne umgestalten und Schulungskonzepte umsetzen: Oft mussten all diese Aufgaben innerhalb weniger Tage bewältigt werden - bei ohnehin schon umfangreichen OP-Plänen und knapper Personaldecke: „Die erste Etappe ist geschafft“, sagt Schleppers. Jetzt könne man nur hoffen, dass die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in den Krankenhäusern auf einem stabil niedrigen Niveau bleibe und sich draußen alle Menschen an die Schutzmaßnahmen und die Masken-Pflicht hielten.



Besondere Talente der Anästhesisten

Bei der Bewältigung der Herausforderungen sind in den vergangenen Wochen die besonderen Talente der Anästhesisten wieder einmal zum Vorschein gekommen. Sie gelten als gut vorbereitet auf Notfallsituationen, als ausgezeichnet vernetzt innerhalb und außerhalbder Krankenhäuser und als hoch belastbar in Stresssituationen: „Diese Eigenschaften haben uns sehr geholfen“, schildert Schleppers seinen Eindruck. Trotz allem seien die Kollegen immer ansprechbar und hilfsbereit gewesen.

Interviews in großen Zeitungen und Programmen

Währenddessen zeigten Öffentlichkeit und Medien großes Interesse an den Entwicklungen und der Arbeit der Anästhesisten: In Interviews mit „Focus“, „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“, „Deutschlandfunk“, „Ärztezeitung“ und anderen namhaften Zeitungen und Sendern erläuterten die Anästhesisten die intensivmedizinischen Abläufe und Zahlen. Unter anderem war es gelungen, die Zahl der Intensivbetten bundesweit in kurzer Zeit von 28.000 auf mehr als 40.000 zu steigern, inklusive mehr als 30.000 Beatmungsplätzen.

Auf Kritik geantwortet

In den Medienbeiträgen gelang es außerdem, die Kritik einzelner Ärzte mit wenig Intensiverfahrung an der Beatmungstherapie für Covid-19-Patienten zu entkräften: „Diese Kritik war meistens unnötig und hat für Verunsicherung gesorgt, vor allem auch unter den Patienten“, sagt Professor Schleppers. Er hoffe, dass nun wieder mehr Wert gelegt werde auf „abgestimmte Fachmeinung“ statt auf „unreflektierte Zwischenrufe“. Immer wieder wurden im Hintergrund auch Gespräche mit Politikern und Regierungen geführt, um die Lage einzuschätzen und weitere Schritte planen zu können: Was wird benötigt? Reichen Material und Geräte aus? Was ist in den kommenden Wochen zu erwarten?

Die Corona-Krise wird auch die Anästhesisten weiter durch das Jahr begleiten. Erweiterte Kapazitäten zur Beatmung auf den Intensivstationen können vielleicht etwas angepasst, aber müssen grundsätzlich weiter bereitgehalten werden. Gleichzeitig wird das Wieder-Hochfahren der elektiven Operationen neue Herausforderungen mit sich bringen. BDA/DGAI-Hauptgeschäftsführer Schleppers betont: „Wir stehen weiterhin mit unserem ganzen Fachwissen und ganzer Kraft zur Verfügung, so wie es notwendig ist!“


Kontaktdaten:
"Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin" (DGAI) /
"Berufsverband Deutscher Anästhesisten" (BDA)
Roritzerstraße 27
90419 Nürnberg
Telefon: 0171 / 837 873 8

E-Mail:
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Internet:
www.dgai.de
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