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Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung der DGAI

Freitag, 25. September 2020, 12.00 – 13.30 Uhr

Hotel Estrel Berlin
Sonnenallee 225
12057 Berlin


Tagesordnung:
1. Bericht des Präsidenten
2. Bericht des Generalsekretärs
3. Bericht des Kassenführers
4. Bericht der Kassenprüfer
5. Aussprache und Entlastung des Präsidiums
6. Wahl des Engeren Präsidiums der DGAI (Amtsperiode 2021/2022)
7. Wahl der Kassenprüfer der DGAI (Amtsperiode 2021/2022)
8. Anpassung der Mitgliedsbeiträge der DGAI ab 01.01.2021 (Anlage)
9. Verschiedenes

Nach reiflicher Überlegung und intensiver Abwägung hat das Präsidium der DGAI beschlossen, die Mitgliederversammlung der DGAI, die aufgrund der akuten Pandemiesituation nicht im Rahmen des DAC 2020 stattfinden konnte, auf den 25.09.2020, 12.00 – 13.30 Uhr im Estrel Hotel Berlin zu verschieben. Dies einerseits wegen wichtiger Themen auf der Tagesordnung wie Wahlen und Beitragserhöhung und andererseits, um unseren Mitgliedern auch eine Möglichkeit der persönlichen Interaktion mit dem Präsidium der DGAI in diesen herausfordernden Zeiten zu ermöglichen.

Um den Raumbedarf etwas einschätzen zu können, würden wir uns im Falle Ihrer Teilnahme über eine kurze formlose Registrierung per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis zum 31.08.2020 freuen.

Da sicherlich nicht jedem von Ihnen eine Teilnahme vor Ort möglich sein wird, haben wir zwei besondere Angebote für Sie:

  1. Wir werden die diesjährige Mitgliederversammlung aufzeichnen und Ihnen diese im Nachgang über die Homepage der DGAI online zur Verfügung stellen.
  2. Sie haben die Möglichkeit, bis zum 31.08.2020 an die Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Fragen an das Präsidium zu richten, die dann gesammelt und geklustert in den einzelnen Berichtspunkten der Tagesordnung angesprochen und beantwortet werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nicht jede einzelne Frage im Rahmen einer 90-minütigen Sitzung beantwortet werden kann. Wir werden uns aber bemühen, alle nicht berücksichtigten Fragen zeitnah nach der Mitgliederversammlung schriftlich zu beantworten.

Weitere Informationen pdf MV DGAI 2020.pdf (158 KB)
 

„eGENA“-App macht Narkosen noch sicherer - Entwickler lassen sich durch Luftfahrt inspirieren - „Unter Stress stehen wir oft auf dem Schlauch und uns fallen wichtige Gedanken nicht ein.“

23.07.2020

Nürnberg. „Eine Narkose ist wie ein Flug!“ - Wenn erfahrene Anästhesisten einem Laien oder einem Medizin-Studenten die Narkose erklären möchten, verwenden sie gerne diesen plakativen Satz. Und kaum ein Anästhesie-Professor würde dieser Aussage widersprechen. Denn eine Narkose ist nicht nur in ihrem Ablauf mit einem Flug vergleichbar, sie ist auch dann besonders sicher, wenn sie den Sicherheitsanforderungen eines Fluges entspricht: Der Pilot - sprich der Anästhesist - muss den Flug - also die Narkose - gründlich planen und überlegen, wohin die „Reise“ gehen soll, wie das „Wetter“ auf der Strecke sein wird und welche „Mittel“ er braucht, um ans Ziel zu gelangen. Einem sicheren „Flug“ - sprich einer guten Narkose - sollte dann eigentlich nichts mehr im Wege stehen!

Nun wollen sich die Anästhesisten nicht nur für eine normale Narkose an der Luftfahrt orientieren, sondern ganz besonders auch im Notfall auf Verfahren aus dem Flugzeug zurückgreifen. Dazu hat eine Arbeitsgruppe um den Erlanger Anästhesisten, Privatdozent Dr. Michael St. Pierre, in Zusammenarbeit mit dem „Berufsverband Deutscher Anästhesisten“ (BDA) und der „Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (DGAI) mit der „eGENA“-App ein Programm entwickelt, das dazu beitragen soll, Probleme während einer Narkose noch sicherer zu bewältigen.

Hilfe in Stress-Situationen

„eGENA“ steht für „Elektronische Gedächtnis- und Entscheidungshilfe für Notfälle in der Anästhesie“. Mit der App ist ein naheliegender Gedankengang verbunden, wie der Leiter der Arbeitsgruppe Dr. St. Pierre erklärt: „Unter Stress, in einem Notfall, stehen wir oft auf dem Schlauch. Uns fallen wichtige Gedanken nicht ein. Wir haben Schwierigkeiten, Dosierungen zu berechnen. Und da tun es uns gut, wenn wir etwas haben, das wir mit wenigen Handgriffen aufschlagen und zu Rate ziehen können.“

Die neuartige App kann auf den Webseiten des BDA (https://www.bda.de/projekte-themen/egena.html) und der DGAI (https://www.dgai.de/projekte/egena.html) kostenlos heruntergeladen und auf dem Tablet oder am Computer im Operationssaal geöffnet werden. Der Arzt wählt eine Notfallsituation aus und sieht dann eine Checkliste mit den Symptomen, Sofortmaßnahmen, Diagnosemöglichkeiten, Therapiemöglichkeiten und Differentialdiagnosen des ausgewählten Problems.

Im Idealfall wurde der Einsatz von „eGENA“ in der Klinik vorher trainiert, sodass ein Teammitglied die Checkliste vorliest, während ein anderes die Schritte abarbeitet -wie bei einem möglichen Zwischenfall während eines Fluges. Die Therapievorschläge in „eGENA“ orientieren sich dabei an aktuellen medizinischen Leitlinien.Um die Kliniken bei dem Training zu unterstützen, wurden Schulungsunterlagen entwickelt, die ebenfalls zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen.

Kein Ersatz für fundiertes Wissen

Die App-Entwickler betonen jedoch, dass ihr Tool weder ein Ersatz für fundiertes Wissen in der Anästhesie ist, noch für die Verpflichtung, die Patientenversorgung auf Grundlage des Facharztstandards individuell zu gewährleisten. Der Anästhesist muss wissen, was er im Notfall zu tun hat! Die App verhilft ihm lediglich dazu, es schneller vollständig zu erledigen.

Parallelen, aber auch Unterschiede zwischen Flug und Narkose

Der Pilot fliegt im Cockpit seine Maschine, der Anästhesist steuert an seinem Narkosegerät im OP die Narkose: In Vorbereitung, Ausführung und Notfällen gibt es bei beiden Prozessen Parallelen, aber auch Unterschiede. Dr. St. Pierre wählt als Beispiel den Unterschied zwischen dem Ausfall eines Triebwerks und dem Abfall der Sauerstoffsättigung: „In der Luftfahrt kann der Ingenieur dem Piloten sagen: Diese sieben oder acht Schritte: Wenn man die in der Reihenfolge einhält, dann ist das Problem des Triebwerksausfalls behoben! Bei einer abfallendenden Sättigung hingegen lässt sich das Problem nicht mit den immer gleichen sieben oder acht Schritten erledigen. Denn Patienten sind unterschiedlich, der Kontext ist verschieden, und es kommen viele Möglichkeiten in Betracht.“

„Patienten sind keine Flugzeuge“

Aber gerade dann profitiere man von den Hinweisen, die „eGENA“ bereithält: „Könnte dies die Ursache sein?“ „Hast Du an jene Möglichkeit schon gedacht?“ Um zu unterstreichen, dass Patienten keine Flugzeuge sind und sich Probleme in der Medizin nicht anhand starr vorgegebener Abläufe lösen lassen, sei für das Projekt auch bewusst der Name „Gedächtnis- und Entscheidungshilfe“ und nicht „Checkliste“ gewählt worden.

Die „eGENA“-App soll auch nicht erst bei Problemen im OP angewendet werden. Die Anästhesisten können sie schon in der Vorbereitung auf mögliche Notfälle aufrufen und die Abläufe studieren: „In den ruhigen Minuten, die wir in der Anästhesie auch schon mal haben, können sich die Kollegen einzelne Notfälle vornehmen und gedanklich noch mal durchspielen“, sagt Dr. St. Pierre. „Denn das, was man in Ruhe gedanklich simuliert hat, das steht einem dann unter Zeitdruck und im wahren Leben schneller zu Verfügung.“

Die Arbeitsgruppe um Dr. St. Pierre wird die „eGENA“-App natürlich auch pflegen und weiterentwickeln. Ab dem kommenden Jahr wird es auch möglich sein, das Programm auf Mobiltelefonen zu verwenden. Damit können sich Patienten in Narkose noch sicherer fühlen als bisher!

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(Quelle: BDA/DGAI)

Kontaktdaten:
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) /
Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V. (BDA)
Roritzerstraße 27, 90419 Nürnberg
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.dgai.de / www.bda.de

GAP – Gute Information für eine Gute Arzt-Patienten Kommunikation

Basierend auf der NVL "Nicht spezifischer Kreuzschmerz" hat das GAP-Team aus Wissenschaftlern und Praktikern von mehreren Universitäten im Rahmen eines vom Innovationsfonds geförderten Projekts ein evidenzbasiertes Rückenschmerzportal (talamed) für Hausärzte und Bürger sowie die GAP-Suchmaschine für weitere Gesundheitsinformationen im Internet entwickelt. Für einen ersten Eindruck haben wir Screenshots beigefügt. Im GAP-Projekt wird untersucht, ob sich durch die Nutzung dieser evidenzbasierten Informationsangebote die Informiertheit von Bürgern und Hausärzten sowie die Behandlungsergebnisse verbessern.

Ab Herbst 2020 wird das talamed-Rückenschmerzportal und die GAP-Suchmaschine zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt, um evidenzbasierte Gesundheitsinformationen im Internet zu finden.

pdf GAP Öffnung Multiplikatorenanschreiben Fachgesellschaften 200716.pdf (196 KB)
pdf GAP Öffnung Multiplikatorenanschreiben Anlage Ärzte 200715.pdf (740 KB)