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Modellbuch "Fachlich empfohlener Weiterbildungsplan“ zur neuen MWBO

Die Weiterbildungskommission der DGAI unter Leitung von Herrn Prof. Dr. A. Goetz sowie den Herren Prof. K. Hahnenkamp und PD Dr. G. Breuer hat in Zusammenarbeit mit Vertretern der LÄK WL ein sog. Modellbuch („Fachlich empfohlener Weiterbildungsplan“) zur neuen MWBO erarbeitet (siehe Entwurf im Anhang). Maßgeblich beteiligt waren auch Vertreter des BDA, sowie anästhesiologische Fachvertreter aus weiteren Landesärztekammern. Das Modellbuch ist durch die präzise Erläuterung und Beschreibung der Kompetenzen eine exzellente und notwendige Hilfestellung für den didaktischen Umbruch, den die kompetenzbasierte neue Weiterbildungsordnung mit sich bringt. Es ist bislang auf eine außerordentlich positive Resonanz aller Beteiligten gestoßen. Die Verbände werden versuchen, dieses Modellbuch in allen Landeärztekammerbereichen zu implementieren.

Die Vorteile einer solchen Umsetzung bei den Landesärztekammern sind offensichtlich:

  • Satzungstext der MWBO Anästhesiologie und fachlich empfohlener Weiterbildungsplan bilden eine übersichtliche Einheit.
  • Die Inhalte bilden eine konkrete Handlungsanweisung und Orientierungshilfe für die Weiterzubildenden und die Weiterbilder.
  • Die Inhalte sind eine exzellente Grundlage für die regelmäßigen Weiterbildungsgespräche.
  • Die Basis für wahrheitsgetreue Weiterbildungszeugnisse ist eindeutig verbessert.
  • Die Möglichkeit der Mobilität zwischen den Landesärztekammern wird erleichtert.
  • Weiterbildungsverbünde lassen sich einfacher darstellen.
  • Der fachlich empfohlene Weiterbildungsplan ist europakonform.

Im Übrigen ist geplant, solche Modellbücher auch für die Zusatzweiterbildungen zu erstellen, mit denen dann ebenso verfahren werden soll.

pdf Modellbuch WB Anaesthesiologie Entwurf.pdf (1.68 MB)

Nationaler Aktionstag Intensivmedizin

„Intensivmedizin wird nicht nur technischer, sondern muss auch menschlicher werden“
„Tag der Intensivmedizin“ 2019 mit Infoständen in 20 Städten und Podiumsdiskussion an der Uniklinik Gießen

25. Mai 2019


Nürnberg. Die Intensivstation ist für die meisten Menschen nach wie vor ein ganz fremder Bereich. Damit es nicht dabei bleibt, haben der „Berufsverband Deutscher Anästhesisten“ (BDA) und die „Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (DGAI) Ende Mai wieder den „Tag der Intensivmedizin“ veranstaltet. Im Rahmen des Aktionstages wurden einem breiten Publikum die interessanten Arbeitsabläufe, Strukturen und Leistungen dargestellt.
 
Zahlreiche Kliniken beteiligten sich an dem Aktionstag. So hatten mehr als 20 Krankenhäuser beispielsweise in Jülich, Ulm, Heidelberg, Lünen und Münster Infostände aufgebaut. Dort wurden alle Interessierten von Ärzten, Schwestern und Pflegern in Gesprächen und mit Flyern über die Arbeit der Intensivmedizin informiert. Es ging um Themen wie Sepsistherapie, Delirprophylaxe und Angehörigenbegleitung.
 
Mit Kanzleramtsminister Braun im Gespräch:
 
Die zentrale Veranstaltung zum „Tag der Intensivmedizin“ 2019 fand an der Uniklinik Gießen statt. Dort diskutieren Intensivmediziner, der Pflegedirektor, ein Krankenkassen-Vertreter, ein Patient und eine Angehörige mit Kanzleramtsminister Prof. Dr. med. Helge Braun über die Entwicklung der Intensivmedizin. Braun war früher selbst Anästhesist und Intensivmediziner in Gießen und hatte in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den „Tag der Intensivmedizin“ übernommen. Er sagte, die Intensivmedizin werde in den kommenden Jahren durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz nicht nur technischer, sie müssen auch menschlicher werden. Wenn man beides zusammen erreiche, dann mache man es richtig. Braun versprach, sich dafür einzusetzen, dass politisch die notwendigen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden. Eine besondere Herausforderung sei der Personalmangel auf den Intensivstationen in Deutschland.
 
90 Prozent der Patienten kehren ins Leben zurück!
 
Rund die Hälfte der 2000 Krankenhäuser in Deutschland verfügte im Jahr 2017 über eine Intensivstation. In den Kliniken standen insgesamt mehr als 28.000 Intensivbetten zur Verfügung. Hier wurden mehr als 2,1 Millionen Patienten behandelt. In über 400.000 Fällen mussten die Patienten auch beatmet werden.
 
Wie Prof. Dr. med. Gernot Marx, Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin, in der Gesprächsrunde in Gießen erklärte, sei Intensivmedizin dabei alles andere als „Tod und Technik“. Immerhin würden rund 90 Prozent aller Patienten auf den Intensivstationen in Genesung entlassen.

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